Energiespartipp für den Monat Juni

Energie sparen beim Warmwasser


Rund 10 bis 15% des Energieverbrauches eines durchschnittlichen Haushaltes entfallen auf die Warmwasserbereitung. Ein Bereich, wo durch bewussten Umgang und einige technische Anpassungen Einiges eingespart werden kann.

In einem unsanierten Altbau sind die Anlagen zur Warmwasserbereitung oft in einem schlechten Zustand: ungedämmte Leitungen, schlecht gedämmte Speicher und eine veraltete Heizanlage verursachen hohe Energieverbräuche und unnötige Kosten.

In einem durchschnittlichen Altbau belaufen sich die die Energieverbräuche für die Warmwasserbereitung auf rund 10 bis 15%. Außerdem ist zu bedenken, dass die Warmwasserbereitung, anders als die Raumheizung, ganzjährig benötigt wird.

Durch die Kontrolle und gegebenfalls Absenkung der Warmwassertemperatur im Speicher kann einiges an Geld eingespart werden. Die Idealtemperatur für das Warmwassersystem muss von Fall zu Fall definiert werden, da den hygienischen Anforderungen, wie z.B. dem Legionellenschutz, Rechnung getragen werden muss.

Durch die Anbringung einer zusätzlichen Wärmedämmung an den Warmwasserrohren und dem Wärmespeicher werden unnötigen Energieverluste reduziert.

Durch den Einsatz von hocheffizienten Trinkwasser-Zirkulationspumpen und das Anpassen der Warmwasserzirkulation an den Bedarf der Bewohner können Heiz- und Stromkosten eingespart werden. Eine 24-Stündige Warmwasserzirkulation ist in den seltensten Fällen unbedingt notwendig. Durch eine gut geplante Zeitsteuerung lassen sich in einem Mehrfamiliengebäude 30% und mehr an Energie einsparen.

Neben den technischen Anpassungen der Warmwasserversorgung führt ein bewusster Umgang mit Warmwasser zu weiteren Einsparungen.

  • Durch die 5-Minuten-Dusche lassen sich im Vergleich zu einem Vollbad rund 110 Liter einsparen.
  • Durch den Einsatz eines Durchflussbegrenzers am Waschbecken lassen sich in einem durchschnittlichen Haushalt im Schnitt 30 Liter Wasser pro Tag einsparen.
  • Durch das Zudrehen des Wasserhahns beim Zähne putzen, Rasieren und Einseifen lassen sich rund 15 Liter Wasser pro Tag und Person einsparen.
  • Das Geschirr sollte auch nicht unter fließendem Wasser abgespült werden.


Hilfreiche Informationen
Weitere Infos zum Thema Wassereinsparung und allgemeine Energiespartipps sind in den verschiedenen kostenlosen Infoblättern der Verbraucherzentrale Südtirol enthalten. Diese sind über das Internet (www.verbraucherzentrale.it), beim Verbrauchermobil, im Hauptsitz und in den Außenstellen erhältlich.

Alternativ zu den Infoblättern bietet die Verbraucherzentrale eine technische Bauberatung, welche jeweils montags von 9-12 und 14-17 Uhr telefonisch unter 0471-301430 zur Verfügung steht. Bei Bedarf können auch persönliche Fachberatungen vereinbart werden (Anmeldung erforderlich!).

Medien-Information
Bozen, 17.06.2016