Sprachferien

Sprachferien sind "in"! Vorteilhaft ist diese Art des Spracherwerbs vor allem für SchülerInnen, da durch den gleichzeitigen Sprachkontakt im Alltag und in der Schule Sprachhemmungen abgebaut werden und die Sicherheit im Umgang mit den fremden Wörtern zunimmt. Wunder darf man freilich keine erwarten.

Sprachferien werden für Jugendliche und Erwachsene angeboten und nehmen in der Rangordnung der Reklamationen bei den Verbraucherberatungsstellen einen vorderen Platz ein. Darum sollten bei der Buchung die in der Checkliste angegebenen Punkte berücksichtigt werden.

Es werden immer Standard- und Intensivkurse angeboten. Die Anzahl der TeilnehmerInnen liegt bei maximal 15, bei Intensivkursen sollten es nicht mehr als 10 Schüler sein. Angeboten werden Kurse mit 15, 20, 25 und - intensiv - 30 Unterrichtsstunden à 45 bis 60 Minuten pro Woche. Die Anreise sollte vor allem bei Jugendlichen unter 15 Jahren nicht ohne Begleitung stattfinden. Wie überhaupt eine Betreuung rund um die Uhr erforderlich ist. Gewohnt wird meist bei Gastfamilien. Hier kann es Enttäuschungen geben, wenn die Erwartungen, nicht selten geweckt von schöngefärbten Katalogtexten, zu hoch sind. Eine gewisse Anpassung an den Lebensstil der Familie und die Mentalität des Gastlandes wird erwartet. Will man den Preis durch ein Stipendium etwas reduzieren, so sollte man sich vorher genauestens informieren.

Welche Details sind zu beachten um (fast) auf Nummer sicher zu gehen? Hier einige Tipps:

  • Keinen Vertrag voreilig unterschreiben! Den Vertrag mit nach Hause nehmen und in Ruhe anschauen. Wird das verweigert, so ist dies schon ein schlechtes Zeichen.
  • Sich die genaue Anschrift der Unterrichtsstätte besorgen.
  • Sich erkundigen, wie viele Schüler mit in der Klasse sitzen und welcher Nationalität sie sind.
  • Wie viele Unterrichtsstunden umfaßt der Sprachkurs? Wie lange dauert eine Unterrichtsstunde?
  • Nachfragen, nach welchen Kriterien die Einstufung vor Schulbeginn erfolgt.
  • Entstehen Extrakosten für Lehrmaterial, usw.?
  • Gibt es am Schulort BetreuerInnen, die bei Schwierigkeiten jederzeit erreichbar sind?
  • Ist ein Freizeitprogramm vorgesehen und im Preis inbegriffen?
  • Ist volle Verpflegung im Preis enthalten?
  • Welche Ausbildung haben die Lehrpersonen? Welche Muttersprache?
  • Wieviel Taschengeld ist notwendig?
  • Wie viele Schüler sind bei der Gastfamilie untergebracht? Entstehen Mehrkosten für die Unterbringung als einzige/r Deutschsprachige/r?
  • Wo wird gewohnt? Wie weit ist der Weg zur Unterrichtsstätte? Auf mögliche Haftungsbeschränkungen achten. Wichtige Einzelheiten sich schriftlich bestätigen lassen.
  • Und bevor man sich entscheidet, immer verschiedene Angebote vergleichen!

Sollte wirklich etwas schiefgehen, dann gilt wie für jede Reise: Schnelle Abhilfe vor Ort von der zuständigen Reiseleitung verlangen und gegebenenfalls bis spätestens 10 Tage nach Rückkehr schriftlich reklamieren. Kein/e Schüler/in braucht entschädigungslos ständig wechselnde Gastfamilien hinzunehmen, uninteressierte Lehrer zu ertragen oder Unterkünfte zu akzeptieren, die den Verheißungen der Kataloge widersprechen.

Stand 11/2016
Blatt Nr. RV25