Essen, Trinken und Genuss – hätten Sie's gewusst?

Warum endet im Juni die Rhabarbersaison?



Gartenratgeber empfehlen, nach der Sommersonnenwende am 21. Juni bzw. dem Johannistag am 24. Juni keine Rhabarberstängel mehr zu ernten. Denn nach diesem Zeitpunkt sollte der Pflanze ausreichend Zeit gegeben werden, um sich zu erholen. Der Rhabarber benötigt die verbliebenen Blätter, um unterirdisch Energie einzulagern. Wird die Planze vor dem Sommer zu stark geschwächt, wirkt sich dies negativ auf die Ernte im nächsten Jahr aus.

Noch ein zweiter Grund spricht übrigens dafür, die Rhabarbersaison zu beenden: Ende Juni steigt der Gehalt an Oxalsäure in den Stängeln an, der Rhabarber schmeckt dann sehr sauer. Wegen des hohen Oxalsäuregehalts sollte Rhabarber nie roh verzehrt werden. Durch gründliches Schälen und durch Erhitzen (Blanchieren) wird der Oxalsäuregehalt verringert. Menschen, die an Gicht, Rheuma, Nierensteinen oder Arthritis leiden, sollten jedoch gänzlich auf Rhabarber verzichten.


Medien-Information
Bozen, 20.06.2016